#blogparade „Es ist Krieg und jeder schaut weg.“

Was sind eure Gedanken, wenn ihr an Syrien denkt? 

Bei einer Blogparade verfasst ihr einen eigenen Text mit eurer Meinung und euren Gedanken zu diesem Thema und veröffentlicht diesen. Verlinkt eure Beiträge mit diesem Artikel oder schreibt ihn in die Kommentarspalte (in jedem Fall lasst ihr sie mir irgendwie zukommen). Wenn ihr die Blogparade zu diesem Thema unterstützen wollt, dann teilt sie auf Twitter und Co. Bis Ende April 2017 sammle ich eure Beiträge, fasse sie dann zusammen und veröffentliche die Zusammenfassung dann. Ich freue mich auf eure Meinungen und Artikel.

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„Papa, gell, das ist gut, wenn man Menschen hilft, die in einem Krieg sind? Wie z.b. die in Syrien.“

Sie ist sechs Jahre alt und sie hat so recht. Und sie beschämt mich. Tagtäglich lese ich über neue Gräueltaten wie den Einsatz von Giftgas. Tagtäglich lese ich über die Bemühungen der Europäischen Union, die die Menschenrechte ach so hochhält, welche Millionen Euro in den sogenannten Grenzschutz steckt. Grenzschutz, der nichts anderes ist, als Menschen, die Schutz suchen, unsere Hilfe zu verweigern. Tagtäglich halte ich mich für einen sozialen Menschen. Halte mich für jemanden der sich interessiert und einsetzt. Diese paar Worte aus dem reinen Kinderherzen gesprochen, die bringen das Bild ins Wanken. Tu ich denn genug? Könnte ich mehr tun? Sollte man spenden? Posten und teilen? 

Es ist beschämend, wie schnell sich der Mensch hier im Westen daran gewöhnt, dass in unserer Nähe tagtäglich Menschen getötet werden. Zugleich ist die psychologische Erklärung die Verdrängung. Der seelische Abwehrmechanismus, der uns hilft, trotz tagtäglicher Rückschläge, eben diesem Krieg und den anderen, der Trennung oder der Tod eines Freundes und all den Schreckensmeldungen im Radio und im Fernsehen, trotzdem glücklich weiter zu leben. Es stimmt sicherlich, man kann sie nicht alles zu Herzen nehmen. An der Fülle des Leid und Elend auf der Welt würde man binnen kurzer Zeit zerbrechen. Doch wie filtern? Warum ist sich der Mensch selbst so am nächsten? Wo die Solidarität die uns als soziales Wesen aus? Warum reicht diese Solidarität oft nur bis in den eigenen Vorgarten? Muss man, wenn man ein guter Mensch ist, die Welt verbessern? Oder darf man sich ohne schlechtes Gewissen eben in dieser zurechtfinden? Wie weit geht Mitverantwortung? 

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