Tapering – ein Selbstversuch

Was ein tolles Wort. Tapering hat nichts mit tapen zu tun. Tapering bedeutet übersetzt vielmehr Regeneration. So soll Tapering vor dem Wettkampf durch Reduktion des Trainingsumfanges die Regeneration unterstützen, Stress abbauen und Mikroverletzungen heilen lassen. Zudem beginnt der Körper wieder Fettsäuren in die Muskulatur einzubauen und das ist ein wirkungsvoller Schutz der Glykogenspeicher im Wettkampf. Den Glykogenspeicher füllt man in den Tage vor dem Wettkampf mit Kohlenhydraten. Besonders die Lebensmittel die zum Mehrfachzucker zählen eignen sich hier: Mais, Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und auch die bekannten Nudeln. Ebenso dürfen in den Tagen vor dem Wettkampf fettarme Süßspeisen, Süssgetränke und Fruchtsäfte zu sich genommen. Das alles fühlt den Glykogenspeicher in den Muskeln auf. Also geht die Reduktion des Trainingsumfanges Hand in Hand mit der Ladung des Glykogenspeicher (der steht wenn es losgeht die Energie bereit für die Muskelkontraktionen).

Der Trainingsumfang sollte reduziert, die Intensität der einzelnen kurzen Einheiten aber hoch gehalten werden. Kurze Einheiten im Wettkampftempo sollen den Körper auf Betriebstemperatur halten. In der Literatur wird auch davon berichtet, dass einige Athleten zuviel der Entspannung hatten und am Wettkampf aus diesem Modus nicht mehr heraus kamen. Dann wäre das Tapering kontraproduktiv. 

Zusätzlich sollte Muskellockerung betrieben werden, hier bietet sich die blackroll an, das biestige Ding.

Soweit die Theorie. Ich habe mir das für die Woche vor dem Wettkampf (MTB Marathon Albstadt, 84 km und 2000 Höhenmeter) einmal vorgenommen.

Sieben Tage vorher leichtes Joggen und normales Essen. Ein Tag Trainingspause (aber Blackroll) und dann fünf Tage vor dem Wettkampf eine intensive Spinning-Einheit. 

Spinning-Video
Wieder ein Tag Trainingspause, dafür Blackroll-Einheiten, Start des carboloading. Drei Tage vor dem Wettkampf kurze intensive Intervall-Laufeinheiten am Berg, abends Blackroll. Den Tag vor dem Wettkampf kein Training, aber entspanntes Stretching.

Ich habe schon gehört davon gehört, dass die ultimative freshness dadurch um die Ecke kommen soll. Ich bin gespannt. Wie sind eure Erfahrungen?

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