Auf der Rolle. Indoor-Training mit dem bike.

Wer in der kalten und dunklen Jahreszeit nicht aus dem Training fallen will, der kommt an der Rolle nicht vorbei. Ich kenne Leute, die es nicht mögen stationär auf einem Rad zu sitzen und dann einfach mal in die Pedale zu treten. Zu wenig Natur, da wolle man doch hin. Schlechte Luft und zu eintönig, so das Vorurteil. Die Form der Saison wird im Winter festgelegt. Ich trainiere sehr gerne auf der Rolle. Ich bin unabhängig vom Wetter und der Tageszeit. Und ich kann es mir abwechslungsreich gestalten. 

Ich habe ein älteres Rennrad mit der Hinterachse in die Rolle fixiert. Eine feste Rolle ist bereits ab 100€ zu haben.

Achtung, auch wenn ihr eines eurer eigenen nennt: kein Carbon-Rad einbauen! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Querbelastung zu hoch ist. Nun gut, vielleicht liegt es auch meinen 93 kg. Es wird an anderer Stelle aber auch behauptet, dass die Belastung auf der Straße höher sein soll. Es gibt wiederum andere Blogs, die genau das Gegenteil sagen. Es gibt auch Hersteller von Carbon Rädern, die die Garantie verweigern, wenn man es in einer festen Rolle benutzt. Also besser ein Zweitrad, so meine Meinung.

Ich habe eine Rolle mit fluid, das ist durchaus geräuscharm. So kann nun auch früh morgens im Keller trainiert werden, ohne die Familie zu wecken.

Ein unbedingtes must have ist eine Unterlage aus Kunststoff wegen des Schweiß. Wenn ihr Outdoor nie so richtig schwitzt, auf der Rolle wird es euch so gehen. Was ich schwitze. Ein Handtuch ist ein weiteres must have. Training auf der Rolle ist selbst mit einem Ventilator eine echt heiße Nummer.

Ob ihr mit Klickpedalen auf der Rolle trainiert oder nicht ist eure Sache. Ich fahre auf der Rolle mit Klickpedalen, so ist das Training wie draußen. So kann auch das einbeinige Fahren und der runde Tritt trainiert werden.

Für das Training habe ich mir nun zur Fenix 3 von Garmin den Trittfrequenzmesser und den Geschwindigkeitsmesser gekauft. Easy installiert, läuft. Nur auf der Fenix 3 noch die Datenfelder ändern und schon hat man auch die Trittfrequenz im Blick. Das ist insbesondere für die Intervalltrainings eine extrem praktische Sachen. Einen Winter lange bin ich Intervalltrainings wie die von GCN ohne Trittfrequenzmesser gefahren. Mit ist es wesentlich besser.

Ein weiteres tool für das gelingende und somit keineswegs langweilige Rollentraining ist ein Fernseher in der Nähe und am besten ein Internetzugang für denselben. Ich nutze den firestick von Amazon. Auf dem Stick läuft der Firefox Browser als App. So komme ich auf YouTube zu den Intervalltrainings z.B. von GCN.

 

Das Intervalltraining führt einerseits zu Tempohärte, Ausbau der anaeroben Ausdauer und Erhöhung der Laktatschwelle, andererseits wird die schnellere Erholung während der Fahrt trainiert.

Und noch mal wegen des Schwitzens. Das Trinken auf dem Rollentrainer ist sehr wichtig. Zu Beginn habe ich noch unglaublich viel getrunken, das macht ja aber im Wettkampf tatsächlich keinen Sinn. Daher reduziere ich langsam. Ich trinke meist normales Wasser, das reicht völlig aus. Und denkt an das Handtuch.

 

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