Zwift oder die gamification des Rollentrainings.

Stupides Indoor-Fahrradtraining ist oldschool. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, von meinem Favoriten der GCN-Videos mit Intervalltraining auf YouTube bis hin zu der Möglichkeit Trainings auf meiner Fenix zu programmieren. In einigen Blogs bin ich auf Zwift gestossen.

Nun habe ich Zwift das erste Mal getestet. Zwift ist Training als interaktives Spiel. Du gibst alles auf der Rolle und dein Avatar im Spiel fährt gemeinsam mit Anderen verschiedene Strecken ab, inklusive Berg- und Sprintwertung. Einsetzender Regen und ein Vulkan runden das optische ab und retten das etwas pixelige Bild etwas. Das Spiel rechnet die Steigung mit ein und lässt dich am Berg langsamer werden. Die Trittfrequenz und deine errechneten Watt findest du auf dem Bildschirm links oben. Einfach cool. Mich hat es sofort in seinen Bann gezogen. Den anderen Fahrern von überall auf der Welt hinterher oder davon zu fahren ist das Gegenteil von eintönig. Wer es spielerisch mag, der ist mit Zwift sehr gut bedient. Das ist quasi wie Zocken mit der Playstation oder Wii mit deiner Wattleistung und Power.

Ich nutze Zwift mit meinen Garmin-Sensoren für Geschwindigkeit und Trittfrequenz. Noch ein günstigen ant+ Stick dazu und die Daten gelangen auf den PC und ins Spiel. Einen smarten Rollentrainer, der den Anstieg simuliert, habe ich nicht. Mein Elite Novo Force kann das nicht, es reicht mir aber auf dem Bildschirm zu sehen, dass nach Geschwindigkeitsmesser meine 31km/h am Berg dann eben nur 12 km/h sind. Dafür geht’s dann auch schneller wieder runter, wie draußen eben.

Das Ergebnis lässt sich auf die gängigen Plattformen übertragen, auch das ist recht cool. Watopia geht auch auf Garmin als virtuelles Radtraining.

Ordentlich geschwitzt und für gut befunden. Von der sieben Tagen Probezeit habe ich jetzt noch fünf. Da werde ich noch die ein oder andere Tour testen. Dann gibt es ein monatlich kündbares Abo für Zwift. Noch ein paar Fahrten und dann mal sehen, ob sich 14,99 $ wirklich lohnen. Entscheidet selbst, die Probefahrten kosten unter Umständen nur den ant+ Stick.

Zweiter Trainingstag:

Ich bin dermaßen begeistert. Das Programm berechnet aus meiner getretenen Leistung die Geschwindigkeit am Berg. Es ergibt sich somit eine langsamere Geschwindigkeit abhängig von der Steigung. Das gleiche gilt natürlich auch für die folgenden Abfahrten. Ich springe da total drauf an. Die Berg- und die Sprintwertung habe mich ordentlich zum Schwitzen gebracht.

Es ergeben sich aber doch große Unterschiede. Einerseits können diese dadurch erklärt werden, dass die Steigungen mit eingerechnet werden. Es zeigt aber auch die Grenzen auf, die durch die Verwendung der Sensoren gegeben sind. Mit einem smarten Rollentrainer wäre dies vermutlich wesentlich genaüber.

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